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Promenade: Ein Besucher geht in die Ausstellung, bald hier, bald dort schauend, um schließlich, seinen Gang verlangsamend, vor dem ersten Bild zu verweilen. Das Thema dieser ersten Promenade wird sich wie ein roter Faden durch das gesamte Werk ziehen. |
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Gnomus: 1.Bild; Ein daherwackelnder Zwerg, dem allerdings keineswegs nur ein komischer Zug anhaftet, sondern ebenso etwas mystisch- diabolisches. |
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Promenade: Der Besucher geht weiter, die Promenade ist kürzer, lichter, unscheinbarer. |
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Das alte Schloss: 2.Bild; Vor einem mittelalterlichen Schloss singt ein Troubadour sein sentimentales Lied. Die Marimbas schaffen hier mit ihren Tremoli überhaupt erst die nötige Stimmung; mit weichen Schlägeln gespielt, entsteht ein inniger, sanfter Gesang. |
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Promenade: Das Thema steht hier weiter verkürzt, dieses Mal aber bestimmter, direkter, lauter und erneut in einer anderen Tonart. |
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Streit der Kinder: 3.Bild; Dieser Spaziergang mit Kindern und ihren Kindermädchen im Tuileriengarten ist musikalisch geprägt durch gegensätzliche Themen, die das Umhertollen und das launische Gezänk der Kinder versinnbildlichen sollen. |
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Bydlo: 4.Bild; Ein riesiger, von Ochsen mühsam gezogener polnischer Leiterwagen kommt wuchtig und schier unaufhaltsam daher, um schließlich in der Ferne zu verschwinden. Die Marimba wird hier mit äußerster Vehemenz gespielt, wobei der Ochsenkarren leibhaftig vor unserem inneren Auge zu rollen scheint. |
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Promenade: Das Promenadenthema ruhig und in Moll, dabei aber kurz und gegen Schluss schon auf das folgende Bild hinweisend. |
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Tanz der Kücklein in ihren Eierschalen: 5.Bild; Rhythmisch verzahnt, dabei tänzelnd und witzelnd, lässt Mussorgski hier ein in Petersburg aufgeführtes Ballet musikalisch lebendig werden. |
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Samuel Goldenberg und Schmuyle: 6.Bild; Zwei Juden, einer arm, einer reich, inspirierten Mussorgski zu diesem musikalischen Bild. So entsteht durch Gegenüberstellung zweier entsprechender Themen ein widerstreitendes Gefüge zweier Welten. |
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Promenade: Das Thema in Tonart und Form der ersten Promenade, dieses Mal jedoch lauter und bestimmter |
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Der Marktplatz von Limoges: 7.Bild; Mussorgskis Vorstellung der vielen tratschenden Marktweiber. Vor dem Hintergrund des allgemeinen Marktlärmes scheint man sein eigenes Wort nicht mehr zu verstehen. |
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Katakomben: 8.Bild; Die gruftige, feuchte Athmosphäre der Pariser Katakomben wird hier durch die tiefen, fast hohl klingenden Tremoli der Marimbas körperlich greifbar. |
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Mit den Toten in einer toten Sprache: Das Promenaden-Thema erscheint hier gespenstisch in Moll. |
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Die Hütte der Baba-Yaga: 9.Bild; In der russischen Legende jagt die Hexe Baba-Yaga in ihrem Mörser samt Stößel durch die Lüfte. Musikalisch wechseln Teile von äußerster Bewegtheit und Stellen ruhiger, dämonischer Stimmung einander ab. |
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Das große Tor von Kiew: 10.Bild; In einer großen Prozession ziehen hier die Menschen am neu erbauten Stadttor vorbei. Die gesamte Würde und majestätische Größe des russischen Volkes einschließlich eines russisch-orthodoxen Chorals leuchtet hier in Mussorgskis Musik auf. In großem Bogen erscheint noch einmal das Hauptthema, samt Glockengeläut und Triumphmarsch. |