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"Marimba Marimba"

Kompositionen von Bach, O'Meara, Smadbeck, Nakanishi, Schwarz, Gomez/Rife, Hubbel u.a.

Ausführliches 24-seitiges Booklet

Aufnahmejahr: 2001

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der Inhalt der CD "Marimba Marimba":

2 Wooden Music, bereits einen Hinweis auf die Palisanderholz-Klangplatten der Marimba im Titel tragend, ist ein in weiten Teilen minimalistisches Stück aus den 80er Jahren, aus jener Zeit also, in der in den USA und auch in Japan große Bewegung in die Marimbamusik kam. Angeregt durch die neuen Spieltechniken und -möglichkeiten, die in jenen Jahren gefunden worden waren, schuf Rich O‘Meara ein Werk für zwei Marimbas, eine Besetzung, die sich seither steigender Beliebtheit auch bei den Komponisten erfreut.
Hier werden sogenannte Patterns (rhythmische Muster) durch Wiederholung und minimale Veränderung zu einem großen Ganzen verbunden. Dabei schöpfen die Interpreten die gewaltige dynamische Bandbreite der Marimba, von fast unhörbar bis donnernd laut, voll aus. Zu Beginn setzt der Komponist sehr wirkungsvoll eine besondere Marimba-Technik ein: den Wirbel. Dabei wird der einzelne Ton so schnell hintereinander „tremoliert“, dass eine weiche Klangfläche entsteht. In einem solcherart singenden Thema findet sich auch der Schluß dieser ganz besonderen „hölzernen Musik“.
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3-5 Johann Sebastian Bachs Inventionen wohnt aufgrund ihrer barocken Rhythmik bereits eine latente Nähe zum Schlagwerk inne - dies allein hätte für das Duo aber keine Rechtfertigung für eine Adaption auf zwei Marimbas geben können. Erst die Präparation der Instrumente selbst in Richtung auf ihre afrikanischen Vorläufer schafft in dieser einzigartigen Bearbeitung die Voraussetzung für eine neuartige, unverbrauchte Umsetzung der wohlbekannten Bachschen Musik. Bach, der selber zu Lebzeiten an vielerlei Innovationen Interesse zeigte, wäre womöglich begeistert gewesen. Lassen Sie sich inspirieren vom afro-marimbarocken Klang!
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6+7 Satoru Nakanishis Song of Earth für zwei Marimbas ist 1996 erschienen und darf damit Anfang des 21. Jahrhunderts als typisches Beispiel der Neuen Musik gelten. Zwar erfüllt der Komponist eine weit verbreitete Erwartungshaltung an diese Gattung, die Häufigkeit von Dissonanzen nämlich, allerdings handelt es sich im erweiterten Sinne durchaus um ein tonales Stück. Damit spricht Nakanishi bereits die Spannweite von Mensch und Natur deutlich an. Zu einer Art Hymne an die Lebendigkeit dieses Planeten gerät das Lied der Erde aber auch wegen seiner geballten, kraftvollen Rhythmik und nicht zuletzt durch seine reichhaltigen Klangfarben. Wer sich auf Neues einzulassen wagt, der wird hier eine großartige Klangwelt finden, die zu entdecken eine wahre Freude ist.
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8 Rain Dance ist der Feder der Musikerinnen Alice Gomez und Marilyn Rife aus Texas entsprungen - einer Region, in der es wohl nicht so häufig regnet wie in der norddeutschen Tiefebene, der Heimat des GMD. Von der Lebendigkeit dieses Regentanzes und seiner Wirkung auf die Götter überzeugt, hat das German Marimba Duo eine Fassung mit speziellen Maracas-Schlägeln geschaffen, die in Konzerten oft nicht nur das Publikum in ihren Bann zog, sondern hin und wieder auch für zwei Wochen Sonne sorgte...
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9 Effekthascherei habe ich 1994 geschrieben, in einer Zeit, in der ich fast ausschließlich Neue Musik spielte. Nicht immer geht es dabei humorvoll zu, oft stehen Ernst und gedankenschwere Konstruktionen im Vordergrund und verhindern nicht selten das, was aus meiner Sicht bei keiner musikalischen Darbietung fehlen sollte: die Freude daran...
Diesem Zustand etwas entgegenzusetzen, war eine Intention, das Stück zu schreiben; eine andere lag darin, die klanglichen Möglichkeiten der Marimba einmal ein Stück weiter und in anderer Richtung auszuloten. In Effekthascherei finden Papierhütchen Verwendung, die auf den Klangplatten brummen, es werden auch die Resonanzröhren angeschlagen, „liegende“ Schlägel hüpfen auf den Hölzern, die Schäfte der Schlägel werden zum Anschlag mitbenutzt; schließlich landen diese in einem furiosen Finale in den Röhren... So kam es zu dem nicht ohne Augenzwinkern gewählten Titel, und die enthaltenen Effekte können in Verbindung mit den eigenwilligen rhythmischen Strukturen meine ganz persönliche Art von Spaß und Freude an den Marimbas versinnbildlichen.
Andreas Schwarz
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10 Mosaic, das von seinem Komponisten Nick Hubble mit dem Untertitel "for any two instruments" versehen wurde, ist genau das, was der Name bereits andeutet: Eine Art Puzzlespiel aus musikalischen Versatzstücken, die in ihrer Verzahnung eine beinahe magische Faszination ausüben können. Das German Marimba Duo hat besagten Untertitel ernst genommen und die Musik für zwei original westafrikanische Marimbas eingerichtet; auf diese Weise kommt zur kompositorischen Dichte dieses im 7/8tel-Takt stehenden Stückes noch die lebendige, schnarrende Klangwelt der afrikanischen Balafone hinzu.
1+11 Dass das German Marimba Duo auch einige Arrangements der leichten Muse im Programm führt, soll Ihnen nicht vorenthalten werden.
Tico Tico, ein südamerikanischer Rumba von Zequinha Abreu sowie Amorada, ein weithin bekanntes Stück des Brasilianers Waldir de Azevedo, mögen als Beispiele für die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Marimbas ebenso gelten wie für das Bestreben des GMD, nicht alles immer allzu ernst zu betrachten...
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12 Im African River ist es dem German Marimba Duo gelungen, die typischen afrikanischen Ur-Instrumente, die Balafone, mit unserer westlichen Denkart und Spielkultur beispielhaft zu verbinden. Dies wird erreicht, indem in der Komposition zwar feste Strukturen und sogar musikalische Themen vorgegeben sind (Europa), dann aber darüber vollkommen frei improvisiert wird (Afrika). Auf diese Weise ist es nie ganz abzusehen, wie das Stück im Konzert verlaufen wird, eines aber ist sicher: Heraus kommt ein Stück von überbordender Lebendigkeit und Spielfreude. Weil im Studio der dazu unbedingt notwendige Funke oft fehlt, und weil dieser dem Ensemble wichtiger ist als technische Perfektion, hören Sie hier eine Live-Aufnahme vom 26.10.2001 aus dem Deutschen Meeresmuseum, Stralsund.
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13 Paul Smadbeck, selbst Marimbaspieler, hatte um 1980 herum Erfolge als Solist und vor allem auch als Komponist. In diese Zeit fällt nicht nur sein Rhythm Song, sondern auch seine Drei Etuden, die in Wahrheit ausgereifte Konzertstücke für Marimba sind. Smadbeck gab das Musikerdasein später auf, um eine Laufbahn als Immobilienmakler beginnen. Erst in jüngerer Zeit trat er wieder in Sachen Musik in Erscheinung.
Rhythm Song wird vom German Marimba Duo unisono gespielt, denn Smadbeck selbst schlug im Untertitel vor: for one ore more marimbas. Der Komponist hat seinem rhythmischen Lied trotz dessen minimalistischen Ansatzes lange Melodiebögen mit großer Wirkung zugefügt und die Komposition auf diese Weise zu einem suggestiven, meditativen Spiel werden lassen.
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 Die CD ist vergriffen und z.Zt. nicht mehr erhältlich.

Die Neuaufnahme
von Modest Mus-sorgskis Klassiker "Bilder einer Aus-
stellung" liegt jetzt vor. mehr.


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Die Marimba ist ein Instrument aus der Familie der Stabspiele...
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